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25.01.2012
CeBIT 2012: E-Government braucht einheitliche Standards für Anwendungen rund um den neuen Personalausweis

Procilon und citeq zeigen Einsatzbeispiel für Ad-hoc Signatur

Münster/Taucha, 25.01.2012 – Der kommunale IT-Dienstleister citeq und die procilon IT-Solutions GmbH präsentieren auf der CeBIT 2012 vom 06.03.-10.03.2012 in Halle 7 am Stand der Bundesdruckerei ein erstes Anwendungsbeispiel für die Ad-hoc Signatur mit dem neuen Personalausweis.
Mit dem live demonstrierten „Antrag auf Gebäudevermessung beim Katasteramt“ zeigen die Unternehmen, wie Bürgerinnen und Bürger Anträge online über das Internet stellen können, die bislang stets in Papierform gestellt und eigenhändig unterschrieben werden mussten. Die dabei eingesetzten Lösungen haben sich bereits bei verschiedenen Anwendungen für den neuen Personalausweises bewährt. Mit der Präsentation auf der CeBIT empfehlen citeq und procilon ihren Lösungsansatz weiteren Kommunen und kommunalen IT-Dienstleistern als Standard zur wirtschaftlichen Bereitstellung von Anwendungen für den neuen Personalausweis.

Der neue Personalausweis ermöglicht Bürgerinnen und Bürgern, sich über die optional auf dem Ausweis freischaltbare elektronische Identität zu authentisieren und Onlineanträge mit einer auf den neuen Personalausweis ladbaren qualifizierten Signatur digital zu unterschreiben. Bislang wurden Signaturzertifikate lediglich von speziellen nach dem Signaturgesetz (SigG) zugelassenen Dienstleistern ausgestellt. Die Ad hoc Signaturen der Bundesdruckerei sind einfacher und preiswerter erhältlich und sind daher besonders für solche Ausweisinhaber interessant, die nur gelegentlich Anträge mit Unterschrifterfordernis stellen.
Ad-hoc Signaturen können bei Bedarf binnen weniger Sekunden auf den neuen Personalausweis geladen werden und sind jeweils nur für wenige Tage gültig. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Münster können die Ad-hoc Signatur zunächst kostenlos nutzen, da die entstehenden Kosten durch die Einsparungen bei den Verwaltungsprozessen wieder ausgeglichen werden.

“Die citeq und die procilon IT-Solutions GmbH übernehmen damit erneut eine Vorreiterrolle im Bereich integrierter E-Governmentlösungen“, so Stefan Schoenfelder, Betriebsleiter der citeq. „Nachdem wir im vergangenen Jahr bereits verschiedene Antragsverfahren mit intelligenten eID-Formularen bürgerfreundlicher, schneller und effizienter gestaltet haben, ermöglichen wir Unternehmen, Bürgern und Bürgerinnen jetzt - ganz im Sinne von „Managig Trust“ - die sichere Kommunikation in den kommunalen Aufgabenbereichen, die bisher aufgrund einer Unterschrifterfordernis nicht erschlossen werden konnten.“

Die zentrale Komponente der IT-Lösung bildet die Integrationsplattform ProGOV 3 der procilon IT-Solutions GmbH. Über diese Datendrehscheibe hat die citeq neben der Ad-hoc Signatur auch weitere Querschnittverfahren wie Formulardienste, eID-Services und kommunale Fachverfahren in eine zentrale eID-Infrastruktur eingebunden.
„Mit ProGOV ist eine einfache und schnelle Integration des neuen Personalausweises möglich. Das System bietet standardisierte und flexible Schnittstellen zur Einbindung von Fachverfahren, Portallösungen und Formularanwendungen. Die Integration des neuen Personalausweises kann mit und ohne Registrierungsservices umgesetzt werden“, so Steffen Scholz, Geschäftsführer der procilon. Die citeq stellt bereits heute ihren Partner-Kommunen viele online Services bereit. Neben der Stadt Münster können so 18 weitere Kommunalverwaltungen in NRW die intelligenten Formulare und auch eID- Applikationen in Anspruch nehmen.
„Bürgerinnen und Bürger werden den Online-Weg erst dann intensiv nutzen, wenn er zum Standard geworden ist. Wir müssen also den größten Teil unserer rund 400 Antragsverfahren onlinefähig machen. Diesen gewaltigen Aufwand können wir nur in interkommunalen Kooperationen leisten. Durch ein abgestimmtes und gemeinsames Vorgehen und durch die Standardisierung der eID-Infrastrukturen wird es auch für die Fachverfahrenshersteller möglich, E-Governmentfunktionen in ihre Anwendungen zu integrieren. Unser Ziel ist es daher, interessierten Kommunen, die von der citeq und procilon entwickelten und in der Praxis erprobten Lösungen als Standard zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren nicht nur die Kommunen, die den Standard ohne eigene Vorleistungen nutzen können sondern auch wir, da etablierte Standards unsere Lösungen zukunftssicher machen“, erklärt Schoenfelder.

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