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Online mit dem neuen Personalausweis

31.07.2012

Besitzen Sie bereits einen neuen Personalausweis (nPA) mit eID-Funktion? Nein? Dann ist ihr Personalausweis offenbar vor dem November 2010 ausgestellt worden, denn seitdem gibt es den neuen Personalausweis, kurz nPA bereits. Ob die eID-Funktion oder auch Online-Ausweisfunktion genannt, aktiviert ist, bleibt indes jedem Bürger selbst überlassen.

 

Viele werden in ihrem Bürgeramt gefragt haben: "Brauche ich das?" oder "Was kann man denn mit dieser eID-Funktion machen?". Wie die Antwort des Gegenübers auch ausgesehen haben mag, Tatsache ist, es gibt noch nicht allzu viele Anwendungsfälle für die Online-Ausweisfunktion.

 

Damit sich das ändert, ist die items GmbH gemeinsam mit den Stadtwerken Münster in dieser Sache vorangeschritten und hat die Onlinedienste der Stadtwerke für Nutzer der eID-Funktion zugänglich gemacht. Der Vorteil für die Stadtwerke liegt auf der Hand, sie bieten Ihren Kunden mehr Sicherheit und einen alternativen Zugang zu ihren Onlinediensten. Als erste Stadtwerke in Deutschland mit eID-Service heben Sie sich von ihren Konkurrenten ab. Die items GmbH baute bei diesem Projekt ihre partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der procilon IT-Solutions GmbH aus und profitierte vom Know-how Zuwachs.

 

Im Projektverlauf galt es den bestehenden Onlineservice eID-fähig zu machen. Dabei wurde eine Schnittstelle zwischen dem bestehenden Online-Portalserver und der ProGOV als Authentisierungsplattform entwickelt.

 

Das Produkt proGOV der Firma procilon IT-Solutions GmbH wird bei der items bereits seit fünf Jahren als Lösung für den rechtskonformen Datenaustausch im Energiemarkt. In diesem Anwendungsfall bietet sie die Integrationsplattform zwischen dem bestehendem Online-Portalserver, dem eID-Diensteanbieter und einem Identitätsspeicher der ebenfalls von procilon entwickelt wurde.

 

Der Stadtwerke Kunde verwendet einen Kartenleser sowie den Governikus AutentApp verwenden der Firma bremen online services GmbH & Co. KG für das Auslesen seines Personalausweises. Dieser Client wird im Browser des Kunden automatisch geladen, sobald dieser im Onlineportal einen eID-Prozess auslöst.

 

Ist die eID-Funktion des Ausweises freigeschaltet und die korrekte PIN eingegeben, wird das sogenannte Pseudonym des Ausweises in einem Identitätsspeicher abgelegt (Registrierung). Bei einer späteren Anmeldung reicht dann das Auflegen des Perso-nalausweises und die Eingabe der PIN aus, um sich einzuloggen. Benutzername und Passwort müssen nicht mehr eingegeben werden.

 

Zusammen mit der Fa. procilon hat items eine Systeminfrastruktur geschaffen, die neben der Online-Ausweisfunktion des neuen Personalausweises in der Lage ist weitere Chipsätze mit der sogenannten NFC-Technologie (Near Field Communication) auszulesen und zu verwalten.

 

Auch NFC klingt in den meisten Ohren fremd.

Viele von ihnen haben jedoch bereits mit dieser Technologie Bekanntschaft gemacht. Es existieren bereits seit einiger Zeit entsprechende Chips und Chipkarten zum Beispiel für Schwimmbäder, Zoos oder Fußballstadien, welche man lediglich vor einen Automaten halten muss, um Eintritt zu erhalten, Dienstleistungen zu buchen oder zu bezahlen. Ein Piepton oder eine Displayanzeige signalisieren, dass ein Datenabgleich zwischen Automat und Chip statt-gefunden hat, ohne dass ein mechanischer Kontakt zwischen beiden existierte. „Nahfeld-Kommunikation“ wird vielfach dort eingesetzt, wo drahtlose Datenübertragung über eine Distanz von wenigen Zentimetern benötigt wird.

 

Und die NFC-Technologie ist weiter auf dem Vormarsch. Die Deutsche Telekom, Vodafone und o2 haben jüngst das Unternehmen mpass gegründet. „mpass ist der unkomplizierte und schnelle Weg, Einkäufe im Internet per Handy zu bezahlen.“(Quelle: www.mpass.de) . Ein NFC-Chip macht es möglich. Die Sparkasse hat die Ausgabe von Sparkassen-Cards mit NFC-Chip bereits begonnen. 1,5 Millionen der insgesamt 45 Millionen Sparkassen-Cards wurden bereits ausgetauscht, die übrigen folgen sukzessive in den nächsten drei Jahren.

 

Schließlich planen die Stadtwerke Münster selbst ihre Kundenkarte „Stadtwerke Pluscard“ mit einem NFC Chip auszustatten. Als Elektronisches Ticket für Busfahrten, Bonunspunktesammelkarte, Zahlungsmittel in Parkhäusern und Taxis und schließlich auch für die Nutzung von Onlinediensten soll die Kundenkarte künftig eingesetzt werden.

 

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